Die wahre Geschichte des Baumkuchens
Von der griechischen Antike bis in die Westernstraße in Wernigerode.
Die Geschichte des Baumkuchens ist so alt wie das Backen über offenem Feuer. Sie beginnt vor rund 2000 Jahren in Griechenland und führt über Rom, Wien und Siebenbürgen bis in den Harz.
Eine Weltreise
Überall der gleiche Gedanke: Teig um einen Stock
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Um 400 v. Chr.
Griechenland
Obeliasbrot
An Stöcken über dem Feuer gebacken, bis zu 100 Kilogramm schwer, zu Ehren des Weingottes Dionysios.
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Antike
Römisches Reich
Spießkuchen
Die Römer übernehmen den Brauch und tragen ihn durch den gesamten Mittelmeerraum.
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Mittelalter
Ungarn und Siebenbürgen
Kürtőskalács
Ausgerollte Teigstränge werden auf konische Holzwalzen gewickelt. In Österreich heißt er Prügelkrapfen.
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Neuzeit
Schweden
Spettekaka
Eine baiserartige Masse, in vielen Schichten auf die rotierende Walze aufgetragen. Drei Stunden Backzeit.
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Seit 1910
Asien
Baumkuchen aus Reismehl
Teig aus Reismehl auf Bambusstäben. In Japan gehört Baumkuchen bis heute zum Festtagsgebäck.
Wernigerode
Fünf Generationen, eine Stadt
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1516
Die älteste bekannte Rezeptur
Der Buchdruck macht Rezepte zum Allgemeingut. Die älteste überlieferte Baumkuchenrezeptur steht im italienischen Kochbuch Epulario.
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1749
Hermann Schröder gründet die erste Fabrik
In der Westernstraße entsteht die erste Baum- und Schlosskuchenfabrik Wernigerodes. Der Beginn der Harzer Tradition.
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Mitte des 20. Jahrhunderts
Fünf Bäcker in einer Stadt
Max Zeim, Hermann Köhler, Richard Foest, Goethe & Kreutzner und Karl Renke backen Baumkuchen. Versandt wird bis nach Übersee.
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1939 bis 1945
Der Krieg beendet die Produktion
Die Herstellung kommt zum Erliegen.
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1982
Der VEB Backwaren nimmt die Herstellung auf
Von Wernigerode aus werden 400 Verkaufsstellen beliefert.
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Nach 1989
Die Produktion schläft ein
Mit dem Ende des Betriebes verschwindet der Baumkuchen zunächst aus der Stadt.
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1992
Rolf-Dieter Friedrich belebt die Tradition
Unter dem Namen Harzer-Baumkuchen-Friedrich wird wieder gebacken.
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2008 und 2014
Das Baumkuchenhaus und ein neuer Inhaber
2008 entsteht das Baumkuchenhaus Nr. 1 mit Café und Museum. 2014 übernimmt Konditormeister Christian Feuerstack das Unternehmen.